Südostasien Kreuzfahrt
10.03.2024
Laem Chabang (Bangkok)
Mit wenigen Minuten Verspätung machte das Schiff im Industriehafen Laem Chabang fest, was erneut zu Gedränge am Ausgang führte.
Heute waren wir mit Bengi-Tours unterwegs, einem privaten Veranstalter, der in diversen Foren sehr gutes Feedback bekommen hat. Im Vorfeld wurde für jede Ausflugsgruppe ein WhatsApp Chat eingerichtet, worüber Informationen an alle Teilnehmer verteilt wurden. Sehr effizient. Um 08:20 Uhr traf sich unsere Gruppe G13. Alles klappte wie besprochen.
Mit einem VIP-Van, der angenehm Platz für 10 Personen bot, fuhren wir auf der vierspurigen und durchgehend beleuchteten Autobahn A7 in Richtung Bangkok. Es war Sonntag Morgen und wenig Verkehr, so dass wir mit 110 km/h zügig vorankamen und einige TUI-Busse, die vor uns gestartet waren, überholten. Während der Fahrt gab es keine Erklärungen.
Unterwegs hielten wir bei einer hochmodernen, voll digitalisierten, aber vor allem sehr sauberen Toilette, an der auch die TUI-Busse Station machten. Bei einem weiteren kurzen Stopp beim Flughafen wurde das Geld wie vereinbart zahlbar in € bar eingesammelt, damit die Guides in der Stadt nicht überfallen werden.
Der Fahrer und unser Guide waren nicht optimal abgestimmt, so dass wir 30 Minuten umherirrten, bis sich die beiden schließlich fanden. Unser sehr engagierter Tour-Guide Sakkaphol (+66 87 785 3976) hat lange Zeit in Hamburg gewohnt und sprach sehr gutes Deutsch. Er führt seit 30 Jahren Touristen durch Bangkok. Sehr empfehlenswert! Der Stadtrundgang fand zu Fuß statt, was trotz der sehr hohen Temperaturen besser war, weil dadurch das andauernde Ein- und Aussteigen entfiel.
Erste Station war der Wat Pho, der Tempel des liegenden Buddhas, der aufgrund seiner 46m Länge gar nicht so einfach zu fotografieren war. Es wimmelte nur so von Menschen und unser Guide hatte alle Mühe die Gruppe zusammenzuhalten, damit niemand verloren ging. Das hat sich aber im Laufe des Tages rasch verbessert.
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| Liegender Buddha |
Nächster Programmpunkt war der Große Palast, der ehemaligen Residenz der thailändischen Könige. Eigentlich hätte man die Strecke a uch laufen können, aber unser Guide sah einen Bus der Linie 82 kommen und bescherte uns spontan ein zusätzliches Erlebnis.
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| Carola ... | ... im Bus |
Da im Palast strenge Kleidungsvorschriften gelten, ging es zunächst in eine klimatisierte Straßenunterführung, wo es eine Bank zum Hinsetzen und Toiletten gab. Ja, unser Guide kannte die Spots. Am Eingang wechselten wir einige Thailändische Bahts.
Die weitläufige Anlage umfasst mehrere Höfe: Tempel, Altäre, Skulpturen, Pagoden und Paläste. Alles mit Blattgold und Edelsteinen reichlich verziert. Angesicht der Pracht kamen wir aus dem Staunen gar nicht heraus. Entsprechende Menschenmassen waren unterwegs. Unser Guide suchte immer wieder eine ruhige Ecke, um uns Erklärungen zugeben. Danach standen ein paar Minuten zur Verfügung, um sich Details anzuschauen und Fotos zu machen, eine sehr ausgewogene Mischung. Hier hätten man sicher auch einen ganzen Tag verbringen können.
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| Eingangsbereich | Tempel |
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| Smaragd Buddha | Neuer Palast |
Das Highlight war der Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragd-Buddha. Die etwas unscheinbare Statue thront hoch über den Köpfen der Menschen in ihrem eigenen Tempel und außer dem König darf niemand dem Buddha Bildnis zu nahe kommen, insbesondere beim jahreszeitlichen Wechsel der Kleidung, die vom Thailändischen persönlich Regenten vollzogen wird.
Vorbei am neuen Palast verließen wir die Anlage durch einen Hinterausgang und liefen vorbei an traditionellen Apotheken und abenteuerlichen Garküchen, die zwar sehr einladend ausschauten, aber bezüglich der Hygiene wohl mit den Street-Hawkern in Singapur nicht mithalten konnten. Durch die verschlungene Gassen des illusteren Amulettmarkts fürte uns unser Guide zur Linda Kitchen, einem kleinen Restaurant direkt am Chao Rhraya Fluß, wo wir bei einem einfachen, aber recht leckeren Essen sehr schön gesessen sind.
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| Amulettmarkt | Linda Kitchen |
Frisch gestärkt stand eine Tuk Tuk Fahrt auf dem Programm. Wir brausten mit den knatternden Zweitacktern ein paar flotte Runden durch die Straßen, bevor wir beim Blumenmarkt ausstiegen.
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| Unterwegs mit dem Tuk Tuk |
An zahlreichen kleinen Läden wurde ein Meer von Blüten aller Art feilgeboten, die kunstvoll zu Kränzen und Girlanden zusammengebunden waren. Besonders beeindruckten uns die großen Lotosblumen.
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| Blumenmarkt | Lotosblume |
Zwischendrin gab es die üblichen Garküchen. Es herrschte gar nicht so viel Betrieb, so dass wir uns nicht so richtig vorstellen konnten, dass all diese Pracht verkauft werden wird, bevor sie verwelkt ist. Am Ausgang hatte es einen selbstverständlich reichlich mit Blüten geschmückten Hindu-Tempel und einige Obst- und Gemüsestände. Unser Guide organisierte für uns kleine Bananen, die sehr lecker schmeckten.
Vom Blumenmarkt war es nur ein kurzes Stück zur Wasserbushaltestelle Rajinee (N7), wo wir von einem Long Tail Boot abgeholt wurden. Nachdem wir den breiten Chao Phraya überquerten hatten, schipperten wir durch die Klongs. Verfallene Holzhütten, von denen einige noch bewohnt waren, und heruntergekommene Häuser voller Unrat säumten unseren Weg. Dazwischen gab es einige kleine Tempel, Hinterhofgeschäfte, aber auch die eine oder andere Hipster-Bar. Alles wirkte auf uns wie aus einer a nderen Welt.
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| Klong Rundfahrt | Sitzender Buddha |
Nachdem wir den riesigen sitzenden goldenen Buddha des Wat Paknam Phasi Charoen passiert hatten, gab es einen Stau der Touri-Boote an einer Schleuse. Spontan entschloss sich unser Guide an einer kleinen Treppe auszusteigen, was ein leicht abenteuerreiches Unterfangen war, bei dem zum Glück niemand ins Wasser gefallen ist.
Zu Fuß ging es vorbei an einem Mönchswohnheim, bei dem gerade Waschtag war, zum Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte, und einem der Wahrzeichen Bangkoks, das wir bereits von Chao Phraya Fluss aus von Weitem gesehen haben.
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| Chao Phraya Fluss | Wat Arun |
Eine steile Treppe führte hinauf zu einer Plattform, auf der man den zentralen Tempelturm, genannt Phra Prang, umrunden und die mit Figuren reichlich verzierten kleineren Türme bestaunen konnte. Die noch steilere Treppe hinauf zur zweiten Plattform war gesperrt. Das Timing am späten Nachmittag war perfekt, denn es war nicht mehr so voll und die Abendsonne sorgte für bestes Fotolicht.
Der Tempel wurde von jungen Paaren als Fotokullise für Instagram genutzt. Hierzu konnte man sich am Eingang historische Gewänder ausleihen und ein aufwändiges Make-Up auftragen. Anschließend wurden die besten Posen ausgiebig festgehalten. Nur die weißen Sneakers oder Adiletten wirkten nicht ganz stilecht.
Gleich beim Ausgang des Tempels war eine Wasserbushaltestelle, mit dem wir zwei S tationen bis nach Ratchawong (N5) in Richtung Downtown fuhren. Noch einmal präsentierte sich die Skyline im schönen Abendlicht.
Ein kurzer Spaziergang entlang der belebten Ratchawong Road, vorbei an abenteuerlicher Verkabelung, illusteren Garküchen und Ständen mit Seafood und exostischen Früchten zum Grand China Hotel, wo wir uns mit andern Bengi-Gruppen auf einen Drink trafen, um den abendlichen Ausblick auf die Stadt zu genießen. Bei einem authentischen Singha Thai Beer beobachteten wir, wie sich die Sonne über der schier endlosen Stadt unterging und ließen wir die Eindrücke auf uns wirken.
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| Panorama von der ... | ... Roof Top Bar des Grand China Hotels |
Anschließend wartete der Minibus der uns zur Khaosan Road brachte, dem Backpacker Viertel, wo die wildesten Sachen zum Essen angeboten wurden. Das Spektrum reichte von Skorpionen, Spinnen, Schlangen, Heuschrecken, Maden aller Art und Krokodilfleisch. Tatsächlich haben sich einige Leute etwas davon geholt. Wir begnügten uns für 20 Baht (=50ct) ein Foto von diesen "Köstlichkeiten" zu machen. Die Garküchen und das frische Obst schauten zwar sehr einladend aus, aber so richtig trauten wir ihnen doch nicht über den Weg und so kehrten wir banausenhaft beim McDonald's ein, was den zusätzlichen Vorteil hatte, dass man sich in dem klimatisierten Raum abkühlen konnte.
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| Khaosan Road | lecker Essen |
Wir kehrten in eine der zahlreichen Musikbars ein und beobachteten bei einem großen Chang Bier (100 Baht = 2,50€) das illustere Publikum, bevor wir noch die letzten Bahts für ein paar Souvenirs ausgaben.
Um 20:15 Uhr verabschiedeten wir uns von unserem Guide und der Minivan brachte uns in 2h Fahrt zurück zum Schiff. Fazit: ein fantastischer und sehr gut organisierter Ausflug. ähnliches wurde auch von anderen Bengi-Touren berichtet. Also: volle Empfehlung!
Nach einem kleinen Snack im Tag&Nacht Bistro saßen wir noch lange mit Birgit und Christian an der ÜberschauBar um die Erlebnisse des Tages zu reflektieren. Ein angenehm leichter Wind hatte die Hitze des Tages vertrieben. Was für ein genialer Tag!
- Zuletzt aktualisiert am Montag, 22. Dezember 2025 14:46






















