Mittelmeer Kanaren Kreuzfahrt
23.10.-02.11.2025
Diese Kreuzfahrt war in zweierlei Hinsicht ein Novum für uns: Zum einen handelte es sich um unsere erste Transreise, zum anderen waren wir erstmals mit der Mein Schiff Relax, der neuen Schiffsklasse von TUI Cruises, unterwegs. Entsprechend groß war die Vorfreude.
Da wir um diese Jahreszeit keine vernünftigen Gabelflüge gefunden haben, entschieden wir uns für den "Rundum-sorglos-Anreisepakets. Die zugeteilten Flugzeiten waren günstig, sodass wir zumindest auf Mallorca noch etwas unternehmen konnten.
Der Reiseplan brachte ein weiteres Novum: Wir betraten zum ersten Mal das spanische Festland. Auch in den anderen Häfen waren wir zuvor noch nicht gewesen. Die Wege in die Städte waren kurz, sodass organisierte Ausflüge nicht notwendig waren und man die Orte problemlos zu Fuß auf eigene Faust erkunden konnte. Alle Destinationen gefielen uns sehr gut, nur Teneriffa enttäuschte etwas.

Lissabon, eines der Highlights der Reise, fiel aufgrund eines Lotsenstreiks leider aus. Schade, denn wir hatten uns intensiv vorbereitet darauf vorbereitet. TUI Cruises konnte daran jedoch nichts ändern. Als Ersatz wurde Málaga organisiert, was sich ebenfalls als interessant erwies – eine beeindruckende logistische Leistung, dies so spontan umzusetzen.
Das Wetter war für die Jahreszeit hervorragend. Im Mittelmeer wurde es abends an Deck etwas frisch, sodass ein Fleece nötig war. In Richtung Kanaren stiegen die Temperaturen merklich. Die Entscheidung für den Gebietswechsel des Schiffs war also nachvollziehbar.
Die See war weitgehend ruhig. Nur auf dem Weg nach Madeira gab es Windstärke 7 und bis zu vier Meter hohe Wellen. Dank moderner Stabilisatoren meisterte das Schiff diese Bedingungen problemlos. Mit einem Hoodie geschützt, ließ es sich auf dem Mistral Deck gut aushalten.
Wir waren sofort vom neu gestalteten Pooldeck begeistert, das viele kleine, gemütliche Bereiche bietet. Der große Pool mit der gefälligen Überdachung ist ein echter architektonischer Hingucker.
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| Pooldeck | Mistral Deck |
Besonders gefiel uns das etwas abgelegene Mistral Deck 19, wo man in Adirondack-Stühlen entspannt sitzen und den Blick nach vorne genießen kann – bei der alten Baureihe nur vom Spa-Bereich aus möglich. Getränke gibt es an der kleinen Bar um die Ecke. Auch die bequemen Sessel unterhalb des Infinity-Pools gehörten zu unseren Lieblingsplätzen, von denen man das Treiben an Deck gut beobachten kann.
Die Innengestaltung auf Deck 4 und 5 überzeugte ebenfalls. Zahlreiche kleine Bars und ruhige Ecken luden zum Entspannen ein. Besonders schön ist das Chalet, wo man am Fenster oder Kamin einen Digestif oder Espresso nach dem Essen genießen kann – sehr empfehlenswert. Das Restaurant ist kostenpflichtig, die Bar jedoch nicht.
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| Street Art Bar | Chalet |
Trotz der größeren Anzahl an Passagieren wirkte das Schiff nie überfüllt. Auch an Seetagen bei schönem Wetter war es leicht, einen Platz an Deck zu finden.
Unsere Balkonkabine befand sich auf Deck 11 auf der Backbordseite (ungerade Nummern) und lag an Seetagen in Richtung Westen auf der Sonnenseite – besonders angenehm zu dieser Jahreszeit.
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| Balkonkabine | Tiere im Bett |
Die Innenausstattung in Apricot setzte warme Akzente. Das Bad war großzügig, und die Kabine bot ausreichend Stauraum für Kleidung. Zweimal täglich sorgte ein perfekter Zimmerservice für Ordnung, wobei die Bettdecken kunstvoll zu Tieren gefaltet wurden.
Das kulinarische Angebot war, wie gewohnt bei Mein Schiff, hervorragend und ließ keine Wünsche offen. Dank des reichhaltigen und hochwertigen All-inclusive-Angebots verzichteten wir auf kostenpflichtige Restaurants.
Zum Frühstück besuchten wir das große Buffet-Restaurant Harbour-Market, den Nachfolger des Anckelmannsplatzes. Die Auswahl war riesig, und man konnte sich frische Omeletts zubereiten lassen. Wer etwas außerhalb der Stoßzeiten kommt, findet ein entspannte entspannte Atmosphäre ohne großen Andrang. Im Vergleich dazu war der Buffetbereich im Atlantik zu eng und bot nur ein reduziertes Angebot. Das konnte das stilvolle Ambiente nicht kompensieren. Ein besonderes Erlebnis war ein gediegenes Frühstück im Høfde mit Blick aufs Meer und frisch zubereitetem Eggs Benedict – an einem Seetag ein perfekter Start in den Tag.
Unser Lieblingsplatz zum Mittagessen an Seetagen war das französische Bistrot Sur Mer auf Deck 5. Zwiebelsuppe, Coq au Vin und Mousse au Chocolat Tricolore waren einfach nur köstlich, dazu ein Gläschen Weißwein – und bei Sonne draußen zu sitzen, fühlte sich wie „Gott in Frankreich“ an. Sehr zu empfehlen!
Abends überzeugte das Atlantik mit seinem stilvollen Ambiente und dem 5-Gang-Wahlmenü – ein kulinarischer Höhepunkt, der allerdings etwas Zeit in Anspruch nimmt. Gelegentlich dauerte es uns zu lange. Beim Griechen, Taverna Dionysos auf Deck 5 waren die Portionen groß und lecker, was oft zu längeren Warteschlangen führte. Die Osteria war geschmacklich etwas schwächer.
Zahlreiche Bars waren über das Schiff verteilt, sodass man auch mit Getränken immer gut versorgt war. Das Angebot variierte jedoch: Cocktails gab es beispielsweise an der Agora Bar nicht, sie mussten von Bar 17 am Heck geholt werden. Traditionsgemäß war Jack-Cola der Favorit von Werner und Christian.
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| Høfde | Captain's Bar |
Etwas abseits, hinter der Osteria, liegt die gediegene Captain’s Bar mit Blick nach vorne. Hier werden exklusive Spezialitäten-Cocktails serviert, die mit Trockeneisrauch effektvoll serviert werden – ein Erlebnis, das man sich gönnen sollte.
Das Unterhaltungsprogramm ist traditionell nicht die Stärke von Mein Schiff. Die Vorstellungen des Bauchredners und des Zauberers waren eher mittelmäßig. Dafür begeisterten White Night und Halloween Party auf dem Pooldeck bei angenehmen Temperaturen. Auch die Rock-Show im Theater war gut gemacht.
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| Rock Show im Theater | Pool Party |
Als Gastkünstler rissen die beiden Brüder Mitchy und André mit ihren Sing-Alongs das Publikum mit und sorgten für großartige Stimmung.
Ein besonderes Highlight war die Burlesque-Show im La Cage, dessen mit rotem Samt verkleidete Wände für eine passende Atmosphäre sorgten. Wir hatten die Plätze lange im Voraus reserviert.
Wir hörten die Nachrichten über den Hurrikan, der über Jamaika hinwegfegte, und machten uns Sorgen – sowohl um die Menschen als auch um unsere nächste Kreuzfahrt. Zum Glück stellten sich die Schäden weniger gravierend heraus als zunächst befürchtet.
Fazit: Eine tolle Reise mit einem tollen Schiff!
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 03. Januar 2026 17:45












