Mittelmeer Kanaren Kreuzfahrt

27.10.2025

Málaga

Der Ausstieg erfolgte heute über eine Gangway auf Deck 4, die nach dem Anlegen quietschend in Position gebracht wurde. Auf der Backbordseite brauchte man da definitiv keinen Wecker mehr.

Wir frühstückten heute etwas früher, bereits um 7:30 Uhr, was sich als sehr angenehm erwies, da deutlich weniger Andrang herrschte. Das frisch zubereitete Omelett schmeckte ausgezeichnet. Der anhaltende Regen ließ zunächst keine Eile aufkommen, doch am Horizont zeichnete sich bereits ein heller Streifen ab. Als wir gegen 9:00 Uhr das Schiff verließen, hatte der Regen aufgehört. Im Terminal bot die lokale Touristeninformation kostenlose Stadtpläne an – sehr praktisch.

Der Weg entlang des Piers in die Stadt war nicht weit. Direkt neben dem Terminal befand sich ein relativ langer Stadtstrand. Im Wasser tummelte sich eine Gruppe Delfine. Der Weg war von Palmen gesäumt, und immer wieder entdeckten wir grüne Sittiche in den Zweigen. Insgesamt wirkte die Umgebung noch etwas trostlos, und auch die Luxusyachten im Hafen machten einen eher verlassenen Eindruck. Im Vergleich zu Cádiz prägten hier zahlreiche Hochhäuser das Stadtbild, was Málaga etwas von seinem Charme nahm.

Die imposante Kathedrale war noch geschlossen und aufgrund der verwinkelten Gassen der Altstadt nur schwer zu fotografieren. Wir schlenderten weiter in Richtung Mercado de Atarazanas. Zufällig kamen wir an der Fábrica de Pastéis de Nata vorbei, wo die bekannten portugiesischen Puddingtörtchen verkauft wurden (2,70 € pro Stück) – köstlich! So kamen wir unverhofft doch noch zu einem kleinen Lissabon-Erlebnis.

Puddingtörtchen aus LissabonEdler Schinken im Mercado
Puddingtörtchen aus LissabonEdler Schinken im Mercado

Der Mercado selbst war ein echtes Erlebnis. Wir probierten Oliven und regionalen Schinken, der kunstvoll hauchdünn von einer ganzen Keule geschnitten wurde – alles ausgesprochen lecker. Man hörte viele deutsche Stimmen, und die Händler hatten sicher viel Freude an den Touristen, die begeistert verkosteten, aber nicht immer kauften.

Hinter der Kathedrale führte ein relativ steiler Fußweg hinauf zum Castillo de Gibralfaro. Vom Mirador bot sich ein wunderbarer Blick über die Stadt und auf die im Hafen liegende Mein Schiff Relax, zumal sich zunehmend die Sonne durchsetzte. Markant war auch die direkt unterhalb gelegene Stierkampfareana. Wir hatten den perfekten Zeitpunkt erwischt – später hätte starkes Gegenlicht geherrscht.

Ausblicke vom ...... Mirador de Gibralfaro
Ausblicke vom ...... Mirador de Gibralfaro

Auf eine Besichtigung der Burg verzichteten wir und kehrten stattdessen auf ein Bier in einem etwas tiefer gelegenen Hotel ein, bevor wir uns entspannt auf den Rückweg machten. Das Teatro Romano am Fuße der Festung Alcazaba präsentierte sich dabei besonders schön im Sonnenlicht.

Teatro RomanoEl Pimpi
Teatro RomanoEl Pimpi

Zurück in der Stadt schlenderten wir noch durch die Gassen. Inzwischen war es sonnig geworden, und es herrschte reger Betrieb. Eigentlich wollten wir noch in einer typischen Tapas-Bar einkehren, doch die Bodega di Pimpi war völlig überlaufen und lud nicht wirklich zum Verweilen ein. Da wir keine passende Alternative fanden, machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Schiff.

Auf dem Weg dorthin schauten wir noch an der Stierkampfarena vorbei, doch für ein „mal eben Reinschauen“ waren uns die 14 € Eintritt pro Person zu teuer. In der Sonne wirkte der Hafen mit dem bunten Würfel des Centre Pompidou und dem kleinen weißen Leuchtturm auf der Mole gleich deutlich freundlicher.

StrandAusblick vom Pooldeck
StrandAusblick vom Pooldeck

Den Rest des Tages verbrachten wir an Deck in der angenehmen Sonne und genossen den schönen Blick über die Bucht, die dahinter liegenden Berge sowie die beiden Festungen, die wir besucht hatten. Im Schatten wurde es allerdings schnell zu kühl zum Sitzen. Der Kapitän meldete sich mit der Information, dass es morgen Abend mit Windstärke 7–8 und bis zu vier Metern Welle etwas „sportlich“ werden könnte – wir waren gespannt, was da auf uns zukommen würde. Passend zur blauen Stunde ertönte um 18:00 Uhr das Horn zum Sail Away, was wir bei einem Drink an der Agora Bar genossen.

Vor dem Griechen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, sodass wir uns erneut für das 5-Gänge-Menü im Atlantik entschieden, das wieder einmal hervorragend schmeckte.

Das Duo an der Agora Bar wirkte anschließend etwas einschläfernd – oder lag es doch an den Heizstrahlern unter dem Dach? Für deutlich bessere Stimmung sorgten später die Shantys zum Mitsingen im Atrium. Die beiden Brüder waren wirklich großartig!

Shanty Sing AlongSilent Disc
Shanty Sing AlongSilent Disc

Zum Abschluss schauten wir noch bei der Silent Disco vorbei, bei der drei DJs gleichzeitig auflegten. Doch ganz ohne spürbaren Bass fehlte uns dann doch etwas.