Ostsee 06/2026

29.06.2026

Gdynia

Heute ging der Wecker um 05:45 Uhr, denn es stand ein Landausflug auf eigene Faust nach Danzig auf dem Programm. Gegen 07:30 verließen wir bereits das Schiff. Die Sonne lachte und es versprach ein toller Tag zu werden.

Das vorab Buchen eines Tagestickets über die App hat nicht geklappt, da die Unterstützung für Google Pay noch experimentell war.

Als wir das Hafengelände verlassen hatten, sahen wir einen Bus, dessen Fahrerin sogar gutes Englisch sprach. Ja der Bus fuhr zum Bahnhof und Tickets könnten wir Automaten im Bus erwerben, dessen Bedienung uns jedoch intellektuell überforderte, so dass wir notgedrungen schwarz gefahren sind. Bald war der Bahnhof von Gdynia erreicht. Zum Laufen wäre die Strecke schon recht weit gewesen und man verliert zu viel Zeit.

Am Bahnhof kauften wir am Schalter Tickets nach Danzig. Auch hier war die Verständigung eher schwierig. Aber an Schluss haben wir Rückfahrtickets zum Preis von 22 zł/P. Da kann man nicht meckern.

Dank der freundlichen Hilfe einer jungen Frau, fanden wir das richtige Gleis der S-Bahn. Ein etwas klappriger Zug der Linie S1 im typischen blau-gelb Design brachte uns in 40 Minuten zum Gdańsk Główny, dem Hauptbahnhof von Danzig.

Bis zum schmücken Langgassertor, dem Eingang zur Einkaufsstraße Langgasse (Ulica Długa) war es nicht weit. Da es noch früh am Tag war, konnten schöne Fotos vom Rathaus, dem Neptun Brunnen vor dem Artushof machen. Vereinzelt waren jedoch bereits die ersten TUI Gruppen unterwegs.

Wir folgten der Straße vor zur Metlau. Der historische Kran und die schmucke Häuserzeile posierte bei bestem Fotolicht, eine perfekte Kulisse für tolle Fotos. Einige der Gebäude erinnerten ums an unseren Aufenthalt im Jahr 2011. Da wir noch nach Sopot wollten, war und ein Ausflug zur Westerplatte zu hektisch (einfache Fahrt ca. 40 min).

Die kleine Gasse Mariacka mit zahlreiche kleine Läden, in deren Bernstein in aller Art angeboten wurde, führte uns zur Marienkirche. Das Innere wurde gerade renoviert, aber die bekannte astronomische Uhr und das Madonnenbild waren zugänglich.

Das eigentliche Highlight war aber die Turmbesteigung. Von oben hatten man einen schönen blick auf die Stadt und die riesige Wert bin hin zur Ostsee.

Auf der Rückfahrt stoppten wir in Sopot, dem mondänen Seebad, in dem wir 2011 auf dem Campingplatz übernachtet hatten.

Ein kurzer Spaziergang führte uns durch die quirlige Fußgängerzone zur Seebrücke (Eintritt 10 zł/P). Es wehte ein kräftiger Wind, der für ein paar Wellen sorgte. Die Sonne lachte und die traumhaften Temperaturen lockten Viele an den Strand. Was für ein tolles Seebad!

Bevor wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof machten, gönnten wir uns noch ein kühles Żywiec. Mit 20 zł bei Selbstbedienung auch kein Schnapper mehr, aber dafür konnten das bunte Treiben beobachten aus erster Reihe beobachten.

Die S-Bahn brachte uns rasch zurück nach Gdynia.Dank Google Maps fanden wir schnell die um die Ecke gelegene Bushaltestelle. Erneut scheiterten wir am Ticket-Automaten, wie alle anderen vom Schiff auch. Um 16:00 Uhr waren wir zurück am Schiff. Was für ein gelungener Ausflug für kleines Geld.

Neben dem Schiff wurde Kohle verladen, was zur Folge hatte, dass das gesamte Deck mit feinem Kohlestaub bedeckt war. Was für eine Sauerei und nicht ideal für den Kleinen! Es hatte sich zugezogen und war etwas frisch geworden. Für uns war es keine große Beeinträchtigung, aber für die an Board gebliebenen war es schon ärgerlich.

Wir gingen nach drinnen, zum roten Bus auf Deck 5 bei der Mein Schiff Bar, einem der Lieblingsplätze von Niklas.

Nach dem Abendessen im Harbour Market, hatten wir Babyphone-Dienst. Den Zauberer schauten wir uns im Fernsehen an. Bald schlummerten auch die Großen.