Mittelamerika Kreuzfahrt
16.02.2026
Montego Bay (Jamaika)
Als wir aufwachten, lag die Mein Schiff 1 bereits im Hafen, und strahlender Sonnenschein begrüßte uns auf dem Balkon. Spontan drehte Werner vor dem Frühstück noch eine Runde im Pool.
Beim Frühstücksbuffet im Atlantik war viel los, und es war uns etwas zu warm im Raum. Anschließend entspannten wir ein wenig im Schatten auf Deck 14. Die sichtbar beschädigten und zurückgeschnittenen Bäume zeugten deutlich davon, dass Hurrikan Melissa hier schwere Schäden verursacht hatte.
Um 10:00 Uhr startete unser Landausflug zum Negril Beach, den wir über Schiff gebucht hatten. Die Fahrt zog sich etwas hin, und es dauerte eine Weile, bis wir die Stadt hinter uns ließen, der wir selbst nichts Sehehswertes abgewinnen konnten.
Die Küstenstraße schlängelte sich am Meer entlang und bot immer wieder schöne Ausblicke. Auf der anderen Straßenseite standen vielerorts einfache, teils verfallene Buden, die man teilweise schon als Slums bezeichnen konnte. Überall lagen noch Trümmer und Unrat, die der Hurrikan hinterlassen hatte, wobei einige Schäden vermutlich auch schon vorher bestanden hatten. Ein geplanter Fotostopp musste ausfallen, da der Parkplatz nicht mehr für den Bus erreichbar war.
Unterwegs gab es interessante Erklärungen zu Land und Leuten. Wichtigste Erkenntnis: immer eine positive Lebenseinstellung bewahren ‐ „Ya mon“ bedeutet sinngemäß „kein Problem“.
Nach etwa 2h Fahrt und 100 km Strecke erreichten wir den Boardwalk Beach Club in Negril, wo wir zwei Stunden Aufenthalt hatten.
Der Strand war sehr schön und von der nahezu endlosen Sandles Hotelanlage geprägt. Wir spazierten am Wasser entlang und genossen den Blick auf das traumhaft warme, türkisfarbene Meer – eine perfekte Kulisse für Fotos.
An der Bar gönnten wir uns ein Red Stripe, das auf Jamaika gebraute Bier, das allerdings etwas dünn schmeckte. Im Schatten der Bäume ließ es sich gut entspannen, während Carola im Wasser war.
Das bekannte Rick’s Café lag etwa 20 Minuten weiter südlich. Es hatte sich inzwischen etwas zugezogen, und leichter Nieselregen setzte ein.
Die beliebte Party-Location ist für ihr buntes Publikum und die Klippenspringer bekannt, die aus etwa 10 Metern Höhe ins Wasser springen. Wer mochte, kann sich auch selbst daran versuchen. Wir hatten dort 1,5 Stunden Aufenthalt.
Nach einiger Zeit setzte ‐ „liquid sunshine“ ein, und wir mussten uns unterstellen. Erst waren es nur ein paar Tropfen, dann folgte ein tropischer Regenguss. Glücklicherweise gab es ausreichend Möglichkeiten, Schutz zu finden – Jamaika, yo mon!
Ein DJ und zwei Go-Go-Tänzerinnen versuchten, die Menge anzuheizen, was bei dem hohen Anteil deutscher Gäste gar nicht so einfach war – so sind wir eben.
Die Rückfahrt erfolgte auf derselben Route, da es keine alternative Straße durch das Landesinnere gab. Es wurde dunkel, und die spärliche Beleuchtung in den Orten wirkte etwas unheimlich. Selbst fahren hätten wir dort nicht wollen.
Zurück auf dem Schiff mischten sich die Ausflügler mit den neu angekommenen Gästen, sodass es im Anckelmannsplatz sehr voll wurde und man kaum einen Platz bekam.
Um 22:00 Uhr fand das Sailaway mit Tanz auf dem Pooldeck statt.
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. März 2026 20:08


