Mittelamerika Kreuzfahrt
20.02.2026
Belize City (Belize)
Das Schiff lag auf Reede, da das Meer vor Belize City zu flach zum Anlegen ist. Die Entfernung zum Festland betrug schätzungsweise fünf Kilometer. Es wehte ein kräftiger Wind, was das Tendern durchaus interessant machen könnte.
Da wir einen Ausflug über das Schiff gebucht hatten, waren unsere Tenderzeiten vorgegeben. Dennoch verzögerte sich das Prozedere, da sich das Schiff bewegte und zunächst stabilisiert werden musste. Mit etwa 30 Minuten Verspätung ging es schließlich los.
Das Einsteigen war eine wackelige Angelegenheit, doch die Crew unterstützte tatkräftig, sodass sich niemand verletzte. Das Oberdeck blieb aus Sicherheitsgründen geschlossen. Nach rund 20 Minuten schaukelnder Überfahrt erreichten wir das Festland.
Dort wurden wir in Busgruppen eingeteilt – insgesamt waren acht Busse am Start. Wir gehörten zu Bus 1.
Schon bald hatten wir den Hafenbereich von Belize City hinter uns gelassen. Einige Gebäude wirkten durchaus gepflegt – kein Vergleich zu Jamaika.
Wir folgten dem Belize River ins Landesinnere. Eine Savannenlandschaft mit wilden Palmen, Sträuchern und Bäumen formte ein eindrucksvolles Panorama, das wir so zuvor noch nicht gesehen hatten. Unsere Guides waren Einheimische und vermittelten in gut verständlichem Englisch interessante Informationen über Land und Leute.
Nach etwa 75 Minuten Fahrt erreichten wir die Plantage Ayin Ha. Dort stiegen wir in ein Schnellboot um, das uns in knapp einer halben Stunde über die New River Lagoon zum Lamanai Archaeological Reserve brachte. Die Ausblicke auf die unberührte Natur waren beeindruckend.
Mehrere Guides führten uns auf schattigen Wegen durch die Anlage und gaben anschauliche Erläuterungen zu den historischen Zusammenhängen. Da sie alles aus der Region stammten, präsentierten sie ihre Heimat mit spürbarem Stolz.
Insgesamt besichtigten wir vier Tempel. Der höchste von ihnen, der sogenannte „High Temple“, durfte bestiegen werden &ndash eine schweißtreibende Angelegenheit, die mit einer fantastischen Aussicht belohnt wurde.
Die Führung war perfekt organisiert, sodass jeder alles in Ruhe sehen und schöne Fotos ohne Menschentrauben machen konnte.
Unüberhörbar waren die lauten Rufe der Brüllaffen. Dank der aufmerksamen Guides konnten wir die Tiere hoch oben in den Bäumen entdecken.
Nach etwa anderthalb Stunden Rundgang hatten wir einen guten Eindruck gewonnen. Das Boot brachte uns zurück zur Plantage, wo ein kleiner Mittagssnack serviert wurde. Auch hier war alles hervorragend organisiert, sodass keine nennenswerten Wartezeiten entstanden. Anschließend ging es mit dem Bus zurück in die Stadt.
Fazit: Ein rund sechs Stunden langer, anstrengender, aber dank der perfekten Organisation äußerst lohnender Ausflug!
Nach dem Abendessen im Atlantik besuchten wir noch die Travestie-Show im Theater.
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. März 2026 20:08


