Ostsee 06/2026
07.07.2026
Kopenhagen
Zum letzten mal klopfte es heute Morgen an der Tür. Wir werden es vermissen! Es war noch immer kühl und regnerisch.
Hilde und Nikki hatten heute Vormittag noch einen Ausflug gebucht. Wir blieben mit den Kindern auf dem Schiff, da uns die verfügbare Zeit für eine weitere Fahrt in die Stadt zu stressig war. Im Nachhinein empfanden wir die zwei halben Tage in Kopenhagen nicht so vorteilhaft. Vielleicht hätten wir es anders empfunden, wenn wir bei schönen Wetter noch in einer Bar hätten abhängen können.
Franzi organisierte an der Rezeption die Shuffleboard Ausrüstung und wir spielten eine Runde an Deck 5. Das Spiel ist gar nicht so einfach, wie es aussieht und es braucht etwas Zeit um ein Gefühl für die Steine zu bekommen, aber am Schluss stellten sich die Alten gar nicht so ungeschickt an. Niklas sagte diese recht zugig kalte Ecke nicht so richtig zu und verzog schnell wieder nach drinnen.
Ein letztes mal ein entspanntes Mittagessen im Sur le Mer mit Zwiebelsuppe und Coc au Vin. Auch das werden wir vermissen!
Zum Sailaway um 14:00 Uhr war der Himmel noch Grau in Grau. Doch bald darauf war die Regenfront nach Süden abgezogen und auf einen Schlag kam die Sonne kam durch. Das Farbenspiel und die Sicht war so klar, dass wir uns nicht erinnern konnten, so etwas schon gesehen zu haben. Nur der relativ kühle uns stürmische Wind blieb, weshalb man fast das Handy für Fotos nicht halten konnte. Als wir den Öresund verließen, zeigte Windy.com 7bft und 2,5m Dünung an.
Fazit: ziemlich unwirtlich, aber einfach nur schön!
Besonders eindrucksvoll war die Durchfahrt durch die Meerenge zwischen Helsingør und Helsingborg. Kein Vergleich zum trüben Wetter auf der Hinfahrt. Bei kleineren Schiffen konnte man deutlich sehen wie die Wellen gelegentlich über den Bug schwappten.
Ein schwerer Schauer beendete das eindrucksvolle Schauspiel. Aber auch vom Atrium auf Deck 3 war der Wellengang beeindruckend.
Im D4 veranstaltete der Kis Club eine Kinderdisco. Niklas war jedoch mit dem Treiben noch etwas überfordert und bevorzugte in der Nähe seiner Mama zu bleiben.
Auch am letzten Tag gönnten wir uns das 5-Gang Menu im Atlantik. Die vorab bestellten Nudeln waren nicht so ganz Niklas' Ding, aber er hat es mit Fassung getragen und trotzdem gegessen. Die Schauerfront war durch und wir hatten vom Tisch aus einen schönen Blick auf das Meer. Mit etwas Abstand folgte uns die AIDAmar und noch etwas dahinter die Color Fantasy. Ein wenig später konnten wir vom Balkon aus einen perfekten Sonnenuntergang beobachten.
Die Farewell Party wurde aufgrund des starken Windes ins Theater verlegt, wonach uns nicht war. Stattdessen probierten wir am letzten Tag noch etwas besonderes aus: alle zusammen mit Babyphone in die Streetart Bar, denn von dort aus war der Laufweg zu Niklas relativ kurz. Und siehe da wir hatten noch einmal richtig Spaß zusammen.
Zum grand final gönnten wir uns die gediegene Atmosphäre der Captains Bar und gönnten uns einen super leckeren Cocktail mit Raucheffekt.
Kurz vor 24:00 Uhr erfolgte die Durchfahrt durch die Storebælt-Brücke (Großer-Belt-Brücke). Von der Captains Bar war es nur ein Stcokwerk nach oben zum Mistraldeck, von wo aus man die Lichter langsam näher kommen sah, bis das Schiff schließlich drunter durch fuhr. Rein optisch war nicht mehr viel Platz nach oben. Blickte man Richtung Norden, zeigte sich am Horizont immer noch ein heller Streifen.
- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 29. Juli 2026 16:52


